Phonologische Störung

Eine phonologische Störung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kind Prozesse verwendet, die in der normalen kindlichen Sprachentwicklung nicht oder nur sehr selten auftreten. Man unterscheidet dabei zwischen einer konsequenten und einer inkonsequenten Störung. Bei der konsequenten Störung wird ein Laut immer durch ein und denselben Laut ersetzt. Indessen kommt es bei einer inkonsequenten Störung zur Ersetzung eines Lautes durch mehrere unterschiedliche Laute.

Beispiele: das Kind spricht "Tonne" statt "Sonne", "Chaf" statt "Schaf", "Hond" statt "Mond".

Das Ziel einer phonologischen Therapie ist es, die korrekte Verwendung und Unterscheidung des Lautes zu fördern und die Aneignung des Lautsystems zu erreichen. Dabei stellt die Förderung der phonologischen Bewusstheit (z.B. Wortgliederung in Silben; Reime erkennen und bilden; Erkennen und Bestimmen der einzelnen Laute) den Schwerpunkt einer jeden Therapie dar.

Bei einer phonologischen Störung kann keine Spontanremission auftreten und es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.

Weiterhin kann parallel zu einer phonologischen Störung/ Verzögerung eine Artikulationsstörung bestehen. In diesem Fall muss der Laut zunächst angebahnt und gefestigt werden, um ihn dann richtig in das kindliche Lautsprachsystem zu integrieren.